Walle, walle, manche Strecke, dass zum Zwecke
Das da oben ist eine URL zu einem Artikel bei „The Independent“. Normalerweise kriegt Ihr hier so was nicht zu sehen. Normalerweise würde da stehen: „Kate Middleton jelly bean expected to fetch £500 - Food & Drink, Life & Style - The Independent“.
In diesem Fall geht's aber mal nicht um den Inhalt des Artikels, der steht nämlich auf der weltweiten Stinklangweilig-Liste noch weit vor dem umgefallenen Sack Reis in China. Nein, es ist die URL selbst (in Zusammenhang mit diesem Artikel), die hier interessant ist. Ihr habt sie garantiert gerade nicht richtig gelesen. Lest Sie Euch mal in Ruhe durch und sorgfältig durch.
Schön, gell. :)
Was ist da passiert? Da hat ein Redakteur wohl ein paar Zeilen zu Middleton und Hochzeitsgedöhnse verfassen müssen und hat das auch getan. Tagesgeschäft. Nicht weiter aufregend. Der Artikel wurde dann auch veröffentlicht. Bis dahin, alles noch normal. Dann aber hat irgendein Scherzbold ein „Feature“ des Independent-Servers ausgenutzt und hat die URL des Artikels getwittert, aber mit einer veränderten URL (siehe oben). Jetzt kommt das „Feature“ der Independent-Server-Software in's Spiel: Diese URL führt trotzdem zum Artikel, weil das System intelligent genug ist, fehlerhafte URL trotzdem zum gewünschten Ziel zu führen.
Und weil eben Twitter, Twitter ist, und nichts schneller als Twitter auf diesem Planeten ist, raste die „falsche“ URL in einer unglaublichen Welle durch Twitter, sorgte für Lacher und für ungeahnte Klickzahlen beim Independent. Trotzdem war man beim „The Independent“ „not amused“ und beeilte sich die Wogen zu glätten. Man tat dies in diesem Artikel: Fakes, abuse and a social media storm… | Martin King | Independent Editor's choice Blogs.
Mittlerweile sind wohl schon über ein Dutzend dieser Fake-URL zum Artikel aufgetaucht. Man kann das auch schnell selbst prüfen, in dem man den Textteil der URL selber mal verändert: Er führt dann trotzdem noch zum Artikel.
Bin mal gespannt, wie oft in nächster Zeit noch solche Scherze auftauchen werden - jetzt, wo das „Feature“ solche Berühmtheit erlangt hat. ;)
Eine Playlist für die Pause
Aus Gründen gibt's hier im Moment nur kleine Happen. Heute wären das ein paar Hörtipps vom wunderbaren Entdeckerportal „TheSixtyOne“. Ohne große Beschreibungen. Wer mag hört einfach rein. Entdeckerlaune ist gefragt:
John Butler Trio
Der Radiomann aus Bingen hat mit per Mail einen sauguten Musiktipp zukommen lassen, den ich hier natürlich gerne vorstelle: Das John Butler Trio!
Yiehaa, das ist mal wieder ein Truppe genau nach meinem Geschmack: leicht durchgeknallt, unabhängig und mit Feuer im Arsch. Das John Butler Trio macht eine Art Folk-Rock, mit interessanten Instrumentierungen, Sounds und witzigen Texten.
Die Jungs stammen aus Australien und John Butler hat als Straßenmusiker angefangen, und genau das hört man seiner Musik auch an. Das neue Album der Truppe heisst „April Uprising“ und ist schon deren fünftes Album.
So, hier noch zwei Live-Mitschnitte vom John Butler Trio, mit „Daniella“ und „Peaches and Cream“ (Live at Federation Square), den Rest erklickt und erhört Ihr Euch bei Interesse selber, gell:
PS: Ein Video wollte ich noch unbedingt nachreichen:
TheSixtyOne
Die Wege und Gewohnheiten Musik zu konsumieren haben sich geändert. Radio ist heute oft anders, als es früher war, und das Netz bietet immer wieder neue interessante Anlaufstellen für neue Musik, neue Künstler.
The SixtyOne ist so ein neuer Dienst. Ein Internetradio, irgendwie. Jedenfalls ist die Art der Präsentation frisch und die Künstler klingen unverbraucht. Das Netz ist voll von guter Musik abseits des Mainstreams, und an solchen Stellen, wie TheSixtyOne kann man das erleben.
Natürlich ist auch hier nicht alles klasse und total geschmacksabhängig, aber das beim Pilze sammeln ja auch so. ;->
Ich hab' jedenfalls gleich mal den Jake Sciacchitano mit Mr. Hypocracy gefunden, der mir gut gefiel. Der muss ja aber keinem anderen gefallen. ;)
Wie bei anderen Diensten gibt's für registrierte User auch hier die Verbindung zu Facebook und Twitter und die Möglichkeit einen eigenen “Broadcast” zu machen, sprich, seine Freunde und Follower an den eigenen musikalischen Surfings teilhaben zu lassen.
Nochmals deutlich: Man muss sich auf diesen Dienst einlassen, denn die Präsentation weicht vom Üblichen und vom Erwarteten ab. Ich erklär' mal nicht zu viel. Ihr findet Euch schon durch, wenn Ihr ein wenig experimentierfreudig seid. Ansonsten gilt ja wie immer: Bei Fragen fragen.




