Ökostrom - Labelschwindel
Heute stehen andere Themen im Fokus der Öffentlichkeit und um die Atomausstiegsfrage wird's wieder stiller.
Für mich ein schizophrener Grund mehr, darüber Artikel zu schreiben. Bei Telepolis gibt's diesen sehr guten Artikel zur wichtigsten Frage für den kleinen Bürger, der zwar umsteigewillig, aber völlig überfordert damit ist, den richtigen Ökostromanbieter auszuwählen.
Im kaos-i-lator gibt es dazu schon einige Artikel und Empfehlungen, im nachfolgenden Artikel gibt es allerdings einige wichtige Hintergrundinformationen zu den Label-Lügen der grossen Stromanbieter, die mit billigen "Ökostromvarianten" locken.
Die Ökostrom-Lüge | Telepolis
Vier Stromkonzerne teilen sich im Wesentlichen den lukrativen Strommarkt in Deutschland auf: Eon, EnBW, RWE und Vattenfall. Und sie investieren kräftig in schmutzigen Strom, über 40 neue Kohlekraftwerke sind geplant. Auch an der risikoreichen Kernenergie wollen die Vier gerne festhalten. Viele Menschen wollen das nicht länger hinnehmen und wechseln zu einem vermeintlichen "Ökostrom"-Tarif. Und sparen dabei scheinbar zum Teil noch richtig Geld, wie die Verbraucherzentralen betonen.
(weiter hier: http://diigo.com/0gzpr)
Im Grunde geht es also um das Label RECS (Renewable Energy Certificate System). Mit diesem Label können die grossen Stromkonzerne ihren Atomstrom mit einem grünen Anstrich verkaufen, indem sie einfach virtuell grünen Strom kaufen, dabei aber weiter atomaren oder fossilen Strom erzeugen. Ich empfehle ausdrücklich die komplett Lektüre dieses Artikels, wenn man an Details interessiert ist.
Wichtig ist allerdings dieser Abschnitt:
Wer RECS zertifizierten Strom bezieht, fördert damit den Erhalt von Atom- und Kohlekraftwerken und verhindert die Energiewende. Verbraucher, die das nicht unterstützen, sollten deshalb darauf achten, Energieversorger zu wählen, die bewusst auf den Schwindel verzichten. Wenn (hypothetisch) 100% der Deutschen mit RECS-Strom beliefert werden sollten, dann müsste der Kohle- und Atomkraftwerkspark sogar noch ausgebaut werden, um genügend "schmutzigen" Strom zu haben, der sauber gewaschen werden kann!
Es bleibt also bei meinen Empfehlungen: Ökostromanbieter auswählen - Atomstrom abwählen.
Ich weise auch nochmal auf den Artikel "Deine Stimme für den Ausstieg" hin.
Windgas - Idee mit Zukunft
Vorweg: Zum Thema „erneuerbare Energien“ habe ich hier ein paar Gedanken und Fragen notiert: Es muss mehr erneuerbar sein, als nur unsere Energie. Wer mag, sollte sich doch mal 10 Minuten Zeit nehmen und diesen Artikel lesen, denn ich würde es gerne sehen, wenn auch der folgende Artikel unter diesen Gesichtspunkten betrachtet werden würde.
Zur Sache: guitarholic hat mich auf das folgende, mittlerweile konkrete Angebot/Vorhaben von Greenpeace aufmerksam gemacht, welches ich natürlich sehr gerne hier weiter gebe: Windgas. Idee mit Zukunft! - Greenpeace Energy eG.
Die gute Nachricht: Der Ausbau der erneuerbaren Energien geht voran. Immer mehr Bürgerinnen und Bürger übernehmen Verantwortung und unterstützen mit Ihrem Wechsel zu Ökostrom den Umbau der Energielandschaft. Die schlechte: Unser Stromnetz kann die schwankenden Mengen sauberer Energie – wie zum Beispiel Windstrom – nicht jederzeit aufnehmen. Große Mengen bleiben ungenutzt, wenn die Netzkapazitäten bereits mit gleichmäßig produziertem Atomstrom verstopft sind.
[...]
Um überschüssige Windkraft sinnvoll zu nutzen, hat Greenpeace Energy eine innovative und ökologisch nachhaltige Alternative zu Biogas entwickelt, die wir ab Sommer 2011 allen Gaskunden in Deutschland anbieten – proWindgas. (aus: Windgas. Idee mit Zukunft! - Greenpeace Energy eG
Wie diese Technik genau funktionieren soll, erlest Ihr Euch bitte hier: Fragen & Antworten - Greenpeace Energy eG und auch hier: Windgas – Wikipedia. Es geht im Groben darum, dass das vorhandene Gasnetz in Deutschland erstens dazu genutzt wird Energie zu speichern, und zweitens auch die Gaskunden - sogar ohne teure Umbauten - Energie aus erneuerbaren Ressourcen beziehen zu lassen.
Grundsätzlich hört sich diese Idee nicht schlecht an und ist auch schon länger in der Diskussion. Die Grundlage dieser Idee ist nämlich eine vorhandene und funktionierende Technik, die Elektrolyse, und die Tatsache, dass die Gasspeicherkapazität in Deutschland immens ist. Man redet hier von mindestens 200 Terawattstunden. Vergleichbare Speicherkapazitäten gibt es schlicht nicht, denn sogar Pumpspeicherkraftwerke bieten bei uns lediglich Kapazitäten um die 0,6 Terawattstunden.
Greenpeace will damit vom Biogas weg kommen und führt hier ökologische und ethische Gründe an. Meine erste Frage, als ich vor einiger Zeit zum ersten Male vom Windgas hörte, war: Wie hoch ist der Wasserverbrauch, und wie sieht die Regeneration aus? Denn Wasser ist mithin die wertvollste Ressource auf diesem Planeten. In einer von Greenpeace in Auftrag gegebene Studie wird dazu gesagt:
Der Wasserverbrauch von EE-Gas Anlagen ist vergleichsweise gering und steigt bei weitem nicht über den normalen Kühlwasserbedarf eines Kraftwerks hinaus (ca. 20-30 m³ pro Sekunde). So werden für die Speicherung von 1 GWh Strom etwa 200 m³ Wasser benötigt. In der Synthese von Methan und der Verbrennung von Methan entsteht zudem wieder Wasserdampf, womit der Wasserkreislauf geschlossen ist und von dieser Seite keine negativen Auswirkungen auf Umwelt und Natur zu erwarten sind. (aus: www.greenpeace-energy.de/fileadmin/docs/sonstiges/Greenpeace_Energy_Gutachten_Windgas_Fraunhofer_Sterner.pdf)
Das gilt allerdings nur für Methan - nicht für Wasserstoff! Man sieht also, auch hier gibt es noch Fragen, die es zu klären gilt, wenn man in Betracht ziehen will, dass der Umbau unserer Energieversorgung nicht auf Kosten anderer Menschen gehen soll. Ich will hier nichts schwarz malen, sondern nur darauf hinweisen, dass man Fragen stellen muss, und auch Organisationen wie Greenpeace zwingen muss, so zu reden, dass Otto Normalbürger auch im Detail(!) versteht, worum es geht. Und damit ist das wahrscheinlich mal wieder ein Fall für Quarks & Co. Sag denen doch mal einer Bescheid. :D
Ökostromanbieter auswählen - Atomstrom abwählen
100 GUTE GRÜNDE GEGEN ATOMKRAFT | WRACK AB!
„Es gibt tausend gute Gründe auf dieses Land stolz zu sein, nur fällt mir gerade eben kein einziger mehr ein.“ So ähnlich singen die toten Hosen, und jeder von uns kennt diese Situation. Man diskutiert mit anderen Leuten über ein Thema und es fällt einem doch gerade in diesem Moment nicht das richtige Argument ein. Teufel auch. Will man konkret und fundiert argumentieren können, braucht man eben Gründe, Wissen und Argumente.
In Deutschland wird im Moment viel diskutiert. Gerade in der aktuell ausufernden Atomdebatte ist es wichtig, sich eine Meinung zu bilden. Das, für sich genommen, ist nicht so schwer, denn meinen kann jeder, auch der BILD-gebildete Bürger. Nur entwickeln solche Diskussionsrunden für gewöhnlich den Tiefgang einer Regenpfütze vor der Haustür. Hintergrundwissen ist also notwendig, wenn man etwas mehr als leichtgläubiges Stimmvieh sein will.
Die oben verlinkte Seite hat zwar auch einen etwas reißerischen Titel, will aber eigentlich informieren und Menschen mit nachvollziehbaren, überprüfbaren Argumenten versorgen. Ja, diese Seite ist mehr als tendenziös. Ja, sie ist ganz klar gegen Atomkraft ausgerichtet. Das sollte man wissen, wenn man dorthin klickt. Weil sie sich aber detailliert mit der Atomdebatte auseinandersetzt, ist sie wiederum für Atomkraftgegner ebenso, wie für -Befürworter interessant, denn man muss ja auch die Argumente des politischen Gegners kennen. ;)
Ich empfehle diese Seite also trotz der leicht unseriös wirkenden „How-to“-Aufmachung, denn sie liefert gute Informationen über dieses Zauberlehrling-Ding, genannt „Atomkraft“.
Das führt mich auch gleich zum nächsten Punkt, denn ich habe einige Rückmeldungen per Mail zu meinen Artikeln über Möglichkeiten des privaten Ausstiegs aus der Atomkraft, sprich, der Wechsel zu Ökostromanbietern gekriegt. Wobei ich hier mal kurz was einfügen will:
Leute, nutzt doch bei Fragen oder bei vorhandenem Wissen die Kommentarfunktion hier im Blog. Da kommt Ihr unter Umständen wesentlich schneller an Informationen, weil dann auch andere Menschen, die hier mitlesen, eventuell antworten und ihr Wissen weiter geben. Traut Euch: „Start sharing makes sense - Wissen teilen macht reich!“. Oben steht's zu lesen.
Ich werd' mal kurz polemisch: In Facebook hauen die Leute Kommentare raus, als ob's kein Morgen gäbe, haben zu allem eine Meinung, und füllen jede Pinnwand, die nicht bei drei geschlossen ist, mit den unsinnigsten App-Anfragen und -Ausflüssen, die man sich vor der Facebook-Ära nicht mal eralpträumt hätte. Ich weiß ja, dass Facebook bequem macht, aber so schwer kann's doch nicht sein, sich hier in Ruhe auszutauschen, wenn doch jeder von Sachinformationen und unaufgeregtem Austausch profitiert. :)
Ok, wollte es nur mal gesagt haben. Ganz wichtig - bitte nicht missverstehen: Natürlich bin ich auch über jede Mail-Zuschrift froh, denn dann merkt man, dass hier mitgelesen und mitgedacht wird. Meine Worte waren eher an die Facebook-Nutzer gerichtet. :)
Zurück zum Thema: Ökostromanbieter. Ok. Die Fragen, die gestellt wurden waren: Die Auswahl ist mittlerweile recht groß. Wo gibt's Infos? Wer ist denn nun ein guter und günstiger Anbieter, und woran erkennt man die?
Diese Fragen sind wirklich wichtig, denn auch ich habe lernen müssen, dass auch in dieser Sparte Geld verdient wird und darum auch „faule“ Eier im Spiel sind. Faule Eier insofern, als große Stromanbieter neue Firmen gründen, als Ökostromanbieter auftreten, in Wahrheit aber weiterhin ganz toll auch Atomstrom produzieren, woraufhin unser/Euer Geld natürlich dort landet, wo es genau nicht hin soll.
Deshalb muss man genau recherchieren, wer den Strom anbietet, und wie er aufgestellt ist. Ein guter Startpunkt für seine Recherchen ist diese Seite, die in wenigen Sätzen skizziert, worauf es ankommt: Ökostromanbieter Vergleich. Eine gut zu lesende Information darüber, wie sich die schwarzen Schafe der Branche in die Ökostrom-Herde mischen, findet man hier: Wie erkennt der Verbraucher grünen Strom? | MDR.DE.
Richtig ins Detail geht diese Seite: Ökostromanbieter - Echter Ökostrom durch unabhängige Ökostromanbieter. Dort werden zum Beispiel auch die Zertifikate vorgestellt, die es mittlerweile gibt, und mit denen die Stromanbieter bewertet werden. Ich kann's Euch einfach nicht ersparen, sofern Ihr interessiert seid, Euch die Informationen auf den verlinkten Seiten zu besorgen, denn das Thema ist komplex und würde den Rahmen dieses Artikels sprengen.
Allerdings kann ich die Mailanfragen nach guten und günstigen Ökostromanbietern beantworten. Soweit ich bisher recherchiert habe, kann ich die gleichen Stromanbieter empfehlen, die letztlich auch auf der Ökostromanbieter-Seite erwähnt werden: Naturstrom AG, Greenpeace und Lichtblick. Diese Anbieter haben alle erforderlichen Zertifikate und produzieren zu 100% Strom aus erneuerbaren Energien.
Naturstrom liegt hier preislich im Moment mit 21,25 Cent/kWh + 7,95Euro (monatl. Grundpreis). Greenpeace liegt bei 24,80 Cent/kWh + 8,90 Euro (monatl. Grundpreis) und Lichtblick liegt bei 23,64 Cent/kWh + 8,95 Euro (monatl. Grundpreis).
Ich denke mal, das dürfte die Entscheidungsfindung für einen Ökostromanbieter doch relativ leicht machen. Nur soviel noch: Eure Stromversorgung ist immer gewährleistet, auch wenn Euer der Ökostrom-Anbieter Konkurs machen sollte. Die Strom-Grundversorgung ist gesetzlich garantiert und wird dann wieder vom bisherigen Anbieter übernommen.
Soweit für jetzt. Ich hoffe, diese Informationen helfen weiter. Ich wäre dankbar, wenn Leute, die schon Erfahrungen mit dem Wechsel haben, diese hier mal teilen würden. Es nützt allen. Danke. Ansonsten gilt, wie immer: Bei Fragen fragen. Bei Meinung meinen.
Ökostrom - Wechsel auf grün
Zu den vielen Artikeln im kaos-i-lator zum Thema Stromanbieterwechsel kommt jetzt noch einer dazu, denn ich möchte diese Seite empfehlen: Ökostrom - Wechsel auf grün - Meldung - Stiftung Warentest.
Ich weiß leider nicht mehr, wie ich auf diese Seite aufmerksam wurde. Keine Ahnung mehr, ob mir da vielleicht jemand einen Link geschickt oder zugechattet hat. Ich weiß es schlicht nicht mehr. Ich kann jetzt also leider keine Quelle nennen. Falls sich also jemand auf die Füsse getreten fühlt, möge er/sie sich bitte melden, dann wird das korrigiert.
Zurück zum Einstieg in den Ausstieg. Was kann man auf der Seite erfahren?
Ökostrom: Wechsel auf grün
Als Folge der Atomkatastrophe in Japan ist die Zahl der Wechsler zu Ökostrom-Anbietern in Deutschland deutlich gestiegen. Doch nicht jeder Ökostromtarif ist sinnvoll. test.de zeigt, worauf Sie bei der Wahl eines Ökostromtarifs achten sollten. (weiter hier: Ökostrom - Wechsel auf grün - Meldung - Stiftung Warentest
Der Artikel liefert wirklich gute Informationen, die man beim Anbieterwechsel durchaus beachten sollte. Zum Beispiel:
Empfehlenswerte Ökostromtarife sind solche, die den Bau neuer Ökostromanlagen fördern – und zwar über die gesetzliche Förderung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) hinaus. Der Anbieter sollte also in neue Ökostromkraftwerke investieren, die nicht bereits durch das EEG gefördert werden.
Ich weiß aus vielen Gesprächen, dass die Leute beim Anbieterwechsel ziemlich verunsichert sind, weil ihnen schlicht nicht klar ist, was da physikalisch und monetär passiert. Auch das wird im Artikel sehr einfach und gut erklärt (Stichwort: Stromsee).
Beim Thema Energieerzeugung möchte auch mal auf ein Ideenpapier von Greenpeace hinweisen: Bei den Greenpeace - Publikationen findet man ein pdf-File mit dem Namen „Plan B 2050“ (pdf-File, 1MB). Greenpeace stellt darin ein Energiekonzept bis zum Jahr 2050 für Deutschland vor. Ich selber konnte es noch nicht lesen, und habe darum noch keine Meinung dazu, gebe die Info aber gerne weiter.
Ältere Artikel zum Thema:
Atomausstieg - Selber machen
Den Atomausstieg werden nur wir Bürger durchführen können, so wie es aussieht, denn zumindest die augenblickliche Regierung ist, wie man nach dem gestrigen Tag erkennen kann, entweder nicht Willens, oder nicht in der Lage diese Aufgabe anzugehen.
In diesem Blog gab es schon einige Artikel zum Thema Ökostrom und Anbieterwechsel, und auch dieser Artikel trägt jetzt nochmal einige Links zum Thema zusammen.
Zunächst aber will ich nochmal darauf hinweisen, dass man als Facebook-Nutzer seine Meinung zur derzeitigen Atompolitik, zur Atomkanzlerin und zur Atomkraft sehr einfach in seinem Profilbild demonstrieren kann. Die Aktion geht auf einen Button zurück, den ich damals, als diese Regierung den Ausstieg vom Ausstieg beschlossen hat, gebaut habe, und mit dem ich schlicht Frau Merkel, stellvertretend für die Regierung, als das ehren wollte, was sie ist: die Atomkanzlerin mit Merkelkraft. Es ist einfach wichtig Dinge beim Namen zu nennen.
Den Button findet man übrigens seit damals hier rechts in der Seitenleiste mit Link zu einer Galerie, wo man den Button in passender Größe auswählen kann, um ihn beispielsweise in Blogs, sonstige Seiten oder Profile einbauen zu können.
Schmunzelfähiger Fakt ist, dass sich bisher aber so gut wie niemand dafür interessierte, bis ..., ja, bis letzten Freitag und „Fukushima I“. So ist das eben mit uns Erstwelt-Menschen.
Nun hat Frau Shi Va (Dangööö. :-) ) in Facebook einen Dienst entdeckt, der es sehr einfach möglich macht, diesen Button in sein Profilbild einzubauen. Siehe hier: Merkelkraft - Nein Danke! « PicBadges
Folgt Ihr diesem Link, dann seht Ihr die in dem Screenshot (oben) dargestellte Seite. Es ist möglich, dass Ihr, falls Ihr noch nicht in Facebook eingeloggt seid, dass dann zuerst tun müsst. Anschliessend ist Euer aktuelles Profilbild mit dem neuen Badge zu sehen. Im Prinzip müsst Ihr dann nur noch auf den Button „Publish to Facebook“ klicken, um mit Eurem neuen Profilbil unterwegs zu sein. Wie oben unschwer zu erkennen ist, könnt Ihr aber auch noch diverse Modifikationen am Bild vornehmen. Tja, das war's.
Profiltechnisch und mental derart ausgerüstet, könnt Ihr dann daran gehen, Euren Stromanbieter auf einfachste Art und Weise zu wechseln, und damit den Atomausstieg ganz persönlich vorzunehmen. Bisher wurden hier im kaos-i-lator folgende Aktionen und Services vorgestellt:
Neu kommen aber jetzt noch folgende Seiten hinzu:
Die energieGUT GmbH ist ein Zusammenschluss von 18 unabhängigen und fortschrittlichen Stadtwerken mit Sitz in Aachen, die dem liberalisierten Markt offen und mit einzigartigen Ideen gegenüberstehen. Das besonders innovative Versorgungskonzept von energieGUT besagt: Der günstigste und umweltfreundlichste Strom ist der, den man gar nicht erst verbraucht. In Form eines reinen Internetproduktes versorgt energieGUT verantwortungsbewusste Privatkunden in ganz Deutschland mit Strom.
Völlig neu ist dabei die Idee, zum effizienten Verbrauch von Energie aufzurufen und zusätzlich aktiv mit Sparprämien zu belohnen.Dieses innovative Geschäftsmodell hat sich sehr bewährt – das bestätigen zufriedene Kunden und die täglich wachsende Anzahl von eingesparten Tonnen CO2. (aus: Wer ist energieGut)
„energieGut“ setzt also zunächst auf die Sparabsicht des Bürgers und bietet verschiedene Tarife an, die später bei Einsparungen Boni für den Kunden bieten. Interessant ist hier natürlich der Tarif HalloNatur!, bei dem der Kunde zu 100% Öko-Strom bezieht.
Alle weiteren Details erlest Ihr Euch bitte vor Ort. Der Hinweis auf diesen Anbieter kam ebenfalls über Frau Shi Va in Facebook. Dank dafür.
Einen weiteren Link habe ich per Mail erhalten (Danke, Stefan): Ökostrom Anbieter im Vergleich - Ökostromanbieter Preisvergleich. Diese Seite ist vielleicht sogar die erste Seite, die Ihr ansurfen solltet, denn dort gibt man sich Mühe dem Verbraucher zu erklären, was es mit dem Begriff „Ökostrom“ und seinen Anbietern überhaupt auf sich hat. Es gibt da nämlich durchaus Unterschiede in der Auslegung dieses Begriffes. Es wird erklärt, wieso auch hier TÜV-Zertifikate wichtig sind. Insofern sollte man mal diese Seite anklicken: Gütesiegel. Man sollte sich für diese Seite Zeit nehmen. Es lohnt.
Natürlich gibt es auch hier einen Tarifrechner: Ökostrom Preisvergleich - oekostromanbieter.org
Zusammenfassend: Ein Wechsel ist heute durchaus kostenneutral machbar. Allerdings sollte man sich die Zeit nehmen, und die Anbieter und ihre Modelle vergleichen, damit man auch wirklich sauberen Strom bekommt. Dann allerdings steht dem privaten Atomausstieg nichts im Wege.
Ich sag's nochmal: Unsere Regierung wird den Ausstieg nicht schaffen. Dafür befindet sich die Politik, aus komplizierten und sehr alten Gründen, viel zu sehr in den Händen der Atom-Lobby. Wir müssen diese Sache selber in die Hand nehmen. Wechseln viele Leute zu Ökostrom-Anbietern, dann wächst deren Marktmacht und die großen Konzerne müssen und werden reagieren. Geld regiert die Welt.
Wie immer gilt: Bei Fragen fragen und Wissen teilen macht reich. Falls also noch wer was weiß, dann möge er sich hier melden.
Ohrbooten gegen Atomkraft
Eine meiner Lieblingsbands engagiert sich für die richtige Sache. Sehr gut!
Ohrbooten gegen Atomkraft: Mit dem Kopf durch die Wand
Da verweise ich natürlich auch auf diesen Artikel: Bürgerlich aussteigen
Spätestens jetzt wäre doch für diejenigen unter uns, die die Atomkraft als Sackgassentechnologie erkannt haben, der Zeitpunkt gekommen, als Bürger mit der Hoheit über den eigenen Geldbeutel aktiv Politik zu machen, in dem man von den großen Energieversorgern zu einem Ökostrom-Anbieter wechselt. (aus: Bürgerlich aussteigen)
Und als Schmankerl gibt's dann noch dies hier:






